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Personas lokalisieren und präzise targeten: Dank Sinus-Milieus

Geschrieben von Aline | Mar 31, 2026 2:06:48 PM

Alter, Geschlecht, Einkommen – klassische Zielgruppendefinitionen greifen oft zu kurz. Obwohl Menschen ähnliche soziodemografische Merkmale teilen, ticken sie heute unterschiedlich.

Das Gesellschaftsmodell der Sinus-Milieus hat sich deshalb als wichtiger Referenzpunkt etabliert. Sie wurden von SINUS vor über 40 Jahren entwickelt und gelten als Goldstandard der Zielgruppensegmentation. Die Sinus-Milieus fassen Menschen mit ähnlichen Werten und einer vergleichbaren sozialen Lage zu „Gruppen Gleichgesinnter“ zusammen. Die Übergänge zwischen den Milieus sind dabei fliessend. 

In der Schweiz lassen sich derzeit 10 Sinus-Milieus unterscheiden. Je höher ein Milieu in der Grafik positioniert ist, desto höher ist es in der dargestellten sozialen Lage eingeordnet. Je weiter rechts es liegt, desto stärker ist seine Grundorientierung in Richtung Modernisierung und Neuorientierung ausgeprägt.

Bild: Sinus-Milieus in der Schweiz.

So hilfreich die Milieus sind – sie liefern wertvolle Insights und anschauliche Personas – stellt sich oft die Frage, wie man genau diese Zielgruppen erreicht.

Genau hier setzt Uhoo an: Wir bilden die Sinus-Milieus im geografischen Raum der Schweiz ab und machen sie damit aktivierbar. Die Sinus-Milieus zeigen, wie Zielgruppen ticken, und Uhoo zeigt, wo sie sind. 

Dafür haben wir ein datenbasiertes Scoring-Modell entwickelt, das auf rund 20 Kriterien der Sinus-Milieus basiert. Mit knapp zwei Dutzend Variablen auf Hektar- und Gemeindeebene wie etwa Alter, Bildungsniveau, Einkommensklasse oder Wohnsituation werden die Milieus erstmals in den geographischen Raum übersetzt.

Die Variablen werden gewichtet, um die Zugehörigkeit zu einem Milieu abzubilden. In einem weiteren Schritt wird überprüft, dass jedes Milieu innerhalb der Regionen auch den Prozentwerten des Sinus-Instituts entspricht.

Das Ergebnis: eine präzise geografische Karte, die die Verteilung der Sinus-Milieus (Wohnorte) auf Hektar-Ebene zeigt. Damit werden die Milieus direkt für die Kampagnenaussteuerung nutzbar. Aus abstrakten Personas werden konkrete Orte.


Beispiel-Visualisierung: Verteilung des Milieus der "Performer" um den oberen Zürichsee, Schwyz und Zug.

Kampagnen lassen sich so gezielt dort ausspielen, wo die passenden Zielgruppen tatsächlich leben – etwa bei jungen, kulturgetriebenen Szenen oder in etablierten Nachbarschaften mit Fokus auf Verlässlichkeit und Alltagstauglichkeit.

Auch nationale Kampagnen müssen nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip funktionieren: Inhalte und Botschaften lassen sich regional feinjustieren – mit mehr Relevanz, weniger Streuverlust und einer präziseren Ausspielung.